Nussknacker on Ice 2011
                                                                                                                                                                                                                                        

Das einzige Eisballett der Welt kommt wieder. Nach dem großen Erfolg in den vergangenen Jahr kehren die Tänzer und Tänzerinnen des St. Petersburger Staatsballetts On Ice mit einer neuen Inszenierung zurück. 

Bereits 1967 gründete Konstantin Boyarski das Staatliche Eisballett und etablierte es mit einer Aufführung, die schon damals auf der Basis von Tschaikowskis „Nussknacker“ entstand und erstmalig Eiskunstlauf mit klassischem russischem Ballett verband. Sofort konnte man bei dem balletterfahrenen und kritischen Publikum im eigenen Lande einen überwältigenden Erfolg feiern. Der lange Weg, klassische Figuren, Hebungen und Sprünge auf das Eis zu adaptieren, hatte sich gelohnt. Mit dem Eisballett war ein neues, märchenhaftes Genre geboren.

 

Tschaikowskis „Nussknacker“ als faszinierende Eisshow

 

 

 

Die prachtvolle Musik Tschaikowskis und die zauberhafte Handlung des „Nussknacker“ bilden genau den passenden Hintergrund, um in eine Eischoreographie umgesetzt zu werden. Die märchenhafte Winterwelt, in der sich die fiktive Geschichte um die kleine Klara und ihren verwunschenen Nussknacker abspielt, findet durch das romantische Moment der Eis-Szenerie und der scheinbar schwerelos über die Eisfläche gleitenden Ballerinen und Akteure ihre eindrucksvolle Verschmelzung mit dem tatsächlichen Geschehen auf dem Eis. Auch die Ebene der Traum-Welt, in der Klara gegen die Mäusearmee kämpft, um ihrem Nussknacker das Leben zu retten, gewinnt durch die wie von Zauberhand gleitenden Akteure an Intensität und Glaubwürdigkeit. Die Hebungen, Drehungen und Sprünge der Eistänzer auf glitzernden Kufen bringen die Kraft und Anmut der Musik Tschaikowskis und die Spannung der Handlung auf den Punkt. Der Zuschauer wird entführt in eine überwältigende Welt der Ästhetik und Harmonie, der Phantasie und Poesie. 

Drei Tonnen gestoßenes Cocktail-Eis werden schon Tage vorab benötigt, um die Hallen in einen echten zugefrorenen Eispalast zu verzaubern, auf dem dann die Eiskunstläufer und Eiskunstläuferinnen Tschaikowskis Meisterwerk „Nussknacker“ auf Schlittschuhkufen präsentieren können. Sportlicher Eiskunstlauf mit Sprüngen, Hebungen und Pirouetten sowie prachtvolles Ballett in faszinierender Kombination vom St. Petersburger Staatsballett On Ice. 

Im Laufe der Jahre erweiterte sich nicht nur das Repertoire und das technische Können, auch die Ausarbeitung und Gestaltung von Kulissen und Kostümen wurde perfektioniert. Heute verzaubert ein „Fundus“ von 80 Eiskunstlauf–Tänzern mit rund 800 Kostümen die spiegelgleichen Eisflächen der Theater und Arenen weltweit. 

Die Mehrheit der heutigen Tänzerinnen und Tänzer kommen aus dem Lager der mit russischen und internationalen Eiskunstlauf-Medaillen ausgezeichneten Einzel- und Paarläufer und entstammen den „Schmieden“ der berühmten russischen Eiskunstlauf-Dynastien, wie beispielsweise der renommierten Jubilejni Schule der auch Jewgenij Pluschenko entstammt. Trainiert wird dann zusammen mit dem Choreograph Konstantin Rassadin intensiv und hart, um die Elemente des sportlichen Eiskunstlaufs mit denen des klassischen, russischen Balletts zu einer künstlerisch hochwertigen und anmutigen Einheit zu verschmelzen. Konstantin Rassadin war Solist und Choreograph am weltberühmten Mariinsky Theater in St. Petersburg und  arbeitete dort u.a. mit Rudolf Nurejew. So tanzen unter Rassadins Leitung heute auch Ex–Europameisterin Olga Ivanova und der frühere Olympia–Starter Andrei Stroganov zu Tschaikowskis „Nussknacker“ zugleich sportlich und klassisch auf dem Eis.